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Dogmatik

Gott = Nichts

Gott = Nichts

Das Nichts kann keine Identität haben, da es sonst etwas wäre. Auch das Alles kann keine Identität haben, da es sich von nichts anderem mehr unterscheiden kann (es umfasst ja selbst alles).Die begriffliche Gegensätzlichkeit von Nichts und Allem ist daher in deren Abstraktheit logisch aufgehoben.
Dies ist auch in der gedanklichen Abstraktheit Gottes der Fall. Gott ist durch seine Allmächtigkeit definiert. Er ist daher alles (Denkbare und Undenkbare) nicht, weil er sonst festgelegt und daher insoweit nicht allmächtig wäre. Sogar durch die Allmächtigkeit kann er nicht festgelegt sein, da er ja dann nicht mehr die Allmacht zu ihrem Gegenteil und zum Nichts hätte. Insbesondere unterliegt er also keinen Gegensätzen, die er in seiner Allmacht ja erst geschaffen haben muss (in unserem Bewusstsein), ist also vor allem weder gut noch böse, weder seiend noch nicht seiend (wie die Elementarteilchen des Mikrokosmos in der Quantenphysik; Bonhoeffer: „Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht.“), weder alles noch nichts, noch die Gegensatzpaare zusammen.
Auch Gott ist also in seiner um Ununterscheidbarkeit alles und nichts in gegenseitiger zirkulärer
Verneinung (und daher weder das eine noch das andere), wie die christlichen Mystiker des Mittelalters (sogenannte Negative Theologie) erkannt haben.
Hinzuzufügen ist jedoch, dass Gott auch nicht auf seine Ununterscheidbarkeit und damit auch nicht auf das Alles und das Nichts festgelegt werden kann.
Es bleibt die Frage, ob ein so definierter und undefinierbarer Gott ein bloßer Leerbegriff ist, der für unser menschliches Leben völlig überflüssig ist (vgl. Nietzsche).
Dies ist zu verneinen, da er dem Menschen die Grenzen seines Denkens und Fühlens vorführt, die Unerklärbarkeit seines Seins (vgl. das Zweite Gebot). Dies führt zur Bescheidenheit in der geistigen Einstellung und wirkt so der Verfechtung absoluter Wahrheiten wie in den Religionen – die daher, polemisch ausgedrückt, eigentlich Gotteslästerungen sind - und Ideologien entgegen, aber auch zur Bescheidenheit in der ethischen Haltung in dem Bewusstsein, dass der Mensch sich existenziell in Nichts von seinem Mitmenschen unterscheidet.Der Mitmensch kann so als das begriffen, geachtet und behandelt werden, was man selbst ist (vgl.das Liebesgebot im christlichen und das Toleranzgebot im islamischen Glauben).
Gott = Nichts

Das Nichts kann keine Identität haben, da es sonst etwas wäre. Auch das Alles kann keine Identität haben, da es sich von nichts anderem mehr unterscheiden kann (es umfasst ja selbst alles).Die begriffliche Gegensätzlichkeit von Nichts und Allem ist daher in deren Abstraktheit logisch aufgehoben.
Dies ist auch in der gedanklichen Abstraktheit Gottes der Fall. Gott ist durch seine Allmächtigkeit definiert. Er ist daher alles (Denkbare und Undenkbare) nicht, weil er sonst festgelegt und daher insoweit nicht allmächtig wäre. Sogar durch die Allmächtigkeit kann er nicht festgelegt sein, da er ja dann nicht mehr die Allmacht zu ihrem Gegenteil und zum Nichts hätte. Insbesondere unterliegt er also keinen Gegensätzen, die er in seiner Allmacht ja erst geschaffen haben muss (in unserem Bewusstsein), ist also vor allem weder gut noch böse, weder seiend noch nicht seiend (wie die Elementarteilchen des Mikrokosmos in der Quantenphysik; Bonhoeffer: „Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht.“), weder alles noch nichts, noch die Gegensatzpaare zusammen.
Auch Gott ist also in seiner um Ununterscheidbarkeit alles und nichts in gegenseitiger zirkulärer
Verneinung (und daher weder das eine noch das andere), wie die christlichen Mystiker des Mittelalters (sogenannte Negative Theologie) erkannt haben.
Hinzuzufügen ist jedoch, dass Gott auch nicht auf seine Ununterscheidbarkeit und damit auch nicht auf das Alles und das Nichts festgelegt werden kann.
Es bleibt die Frage, ob ein so definierter und undefinierbarer Gott ein bloßer Leerbegriff ist, der für unser menschliches Leben völlig überflüssig ist (vgl. Nietzsche).
Dies ist zu verneinen, da er dem Menschen die Grenzen seines Denkens und Fühlens vorführt, die Unerklärbarkeit seines Seins (vgl. das Zweite Gebot). Dies führt zur Bescheidenheit in der geistigen Einstellung und wirkt so der Verfechtung absoluter Wahrheiten wie in den Religionen – die daher, polemisch ausgedrückt, eigentlich Gotteslästerungen sind - und Ideologien entgegen, aber auch zur Bescheidenheit in der ethischen Haltung in dem Bewusstsein, dass der Mensch sich existenziell in Nichts von seinem Mitmenschen unterscheidet.Der Mitmensch kann so als das begriffen, geachtet und behandelt werden, was man selbst ist (vgl.das Liebesgebot im christlichen und das Toleranzgebot im islamischen Glauben).
Gott = Nichts

Das Nichts kann keine Identität haben, da es sonst etwas wäre. Auch das Alles kann keine Identität haben, da es sich von nichts anderem mehr unterscheiden kann (es umfasst ja selbst alles).Die begriffliche Gegensätzlichkeit von Nichts und Allem ist daher in deren Abstraktheit logisch aufgehoben.
Dies ist auch in der gedanklichen Abstraktheit Gottes der Fall. Gott ist durch seine Allmächtigkeit definiert. Er ist daher alles (Denkbare und Undenkbare) nicht, weil er sonst festgelegt und daher insoweit nicht allmächtig wäre. Sogar durch die Allmächtigkeit kann er nicht festgelegt sein, da er ja dann nicht mehr die Allmacht zu ihrem Gegenteil und zum Nichts hätte. Insbesondere unterliegt er also keinen Gegensätzen, die er in seiner Allmacht ja erst geschaffen haben muss (in unserem Bewusstsein), ist also vor allem weder gut noch böse, weder seiend noch nicht seiend (wie die Elementarteilchen des Mikrokosmos in der Quantenphysik; Bonhoeffer: „Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht.“), weder alles noch nichts, noch die Gegensatzpaare zusammen.
Auch Gott ist also in seiner um Ununterscheidbarkeit alles und nichts in gegenseitiger zirkulärer
Verneinung (und daher weder das eine noch das andere), wie die christlichen Mystiker des Mittelalters (sogenannte Negative Theologie) erkannt haben.
Hinzuzufügen ist jedoch, dass Gott auch nicht auf seine Ununterscheidbarkeit und damit auch nicht auf das Alles und das Nichts festgelegt werden kann.
Es bleibt die Frage, ob ein so definierter und undefinierbarer Gott ein bloßer Leerbegriff ist, der für unser menschliches Leben völlig überflüssig ist (vgl. Nietzsche).
Dies ist zu verneinen, da er dem Menschen die Grenzen seines Denkens und Fühlens vorführt, die Unerklärbarkeit seines Seins (vgl. das Zweite Gebot). Dies führt zur Bescheidenheit in der geistigen Einstellung und wirkt so der Verfechtung absoluter Wahrheiten wie in den Religionen – die daher, polemisch ausgedrückt, eigentlich Gotteslästerungen sind - und Ideologien entgegen, aber auch zur Bescheidenheit in der ethischen Haltung in dem Bewusstsein, dass der Mensch sich existenziell in Nichts von seinem Mitmenschen unterscheidet.Der Mitmensch kann so als das begriffen, geachtet und behandelt werden, was man selbst ist (vgl.das Liebesgebot im christlichen und das Toleranzgebot im islamischen Glauben).





























Beitrag von Knut Hacker, 2010-02-07 17:13


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